Historie

Seit einigen Jahrhunderten schon kennt, und fertigt man im mittelfränkischen Raum Mess- und Reisswerkzeuge. 1442 spezialisierten sich die Nürnberger Rotschmiede auf einen neuen Berufszweig - den Zirkelschmied. Der neue Zweig konzentrierte sich auf die Herstellung von Zirkeln und wissenschaftlichen Geräten.

1525 erschien Albrecht Dürers „Unterweisung der Messung mit Zirkel und Richtscheit“ und gab damit einen bedeutenden Impuls zur Förderung dieses Handwerks.

Als 1892 Edmund Boden einen Handwerksbetrieb zur Herstellung von Reißzeugen gründete, hatte sich gegenüber früheren Fertigungsmethoden fast nichts geändert. Handwerkliches Geschick, sensible Ausführung und Erfindungsgeist waren gefragt, um hochpräzise Werkzeuge herstellen zu können.

Unsere Fertigungsmethoden haben wir seither weiter präzisiert und können mit Stolz sagen, dass wir heute bereits in der 4. Generation dies beweisen dürfen.

In Wilhelmsdorf klapperten über hunderte Jahre in jedem Haus die Wirkstühle, doch man verpasste den Anschluss an moderne Techniken, die Nachfrage ging zurück und das ganze Dorf verarmte.

Die Rettung nahte 1896 in Gestalt von zwei Herren: dem Kaufmann Edmund Boden und dem Techniker Johann Christian Lotter.

Zusammen gründeten sie mit Hilfe eines Darlehens die erste Reißzeugfabrik in Wilhelmsdorf, die noch heute besteht (Erlanger Str. 11). Von da an ging es mit dem Dorf wieder aufwärts. Einen Einblick in die frühere Zeit der Reißzeugindustrie, können Sie sich bei einem Besuch im weltweit einzig bekannten „Zirkelmuseum“ verschaffen.

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